Jagdblatt Juni/Juli 2026

Werte Leser,

die Urlaubs- und Reisezeit steht vor der Tür. Für einige Jäger stellt sich die Frage, ob und wie man die arbeitsfreie Zeit mit der Passion verbinden kann. Hat man ein eigenes Revier, eine ständige Jagderlaubnis oder andere Möglichkeiten, sich in der näheren Umgebung jagdlich einzubringen, ist die Lösung einfach. Aber leider hat diese Chance nicht jeder.

Die Anzahl der Jäger in Deutschland wächst stetig, während die bejagbaren Flächen immer kleiner werden. Viele sind also angewiesen auf Einladungen oder kommerzielle Angebote. Es ist sicher nicht das, was man sich als Jungjäger erhofft, aber so ist nun mal die Realität. Natürlich ist es in solchen Fällen schwierig bzw. fast unmöglich, seine Gedanken und Ideen hinsichtlich einer Hege in die Tat umzusetzen. Wer seiner Passion Jagd trotzdem nachgehen möchte, dem bleibt also nur der kurze Ausflug in fremde Reviere. Das dies nur ein kleiner bzw. vielleicht sogar der kleinste Teil der Jagd ist, sollte jedem Waidmann klar sein, aber oft ist es auch ein erster Schritt ins Jägerleben. Angebote gibt es genügend und wir sprechen nicht gleich von der großen Afrikareise auf die Big Five.

Forstbetriebe, aber auch andere Reviere in Deutschland, bieten zahlreiche Möglichkeiten - ob mit oder ohne Führung. Eine von fähigen Pirschführern geleitete Jagd kann für einen Jungjäger eine gute Chance sein, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Dabei sollten nicht die Beute oder die Trophäe im Vordergrund stehen, sondern das Erlebnis und die vielleicht neue Erfahrung. Ja, von einigen werden solche Angebote und Jagdreisen verteufelt, aber seien wir mal ehrlich: Ist eine Einladung zu einem Jagdfreund nicht auch eine Jagdreise, wenn auch eine kleine? Auch hier stehen das Erlebnis und die gemeinsame Jagd im Vordergrund.

 

In diesem Sinne wünschen wir allen Urlaubern und Reisenden einen erholsamen Sommer.

 

Waidmannsheil!