Unser Revier um Juli

Wie bereits im Vormonat Juni gilt es, im Niederwildrevier unsere Prädatoren nicht aus den Augen zu lassen. Die selbstständig gewordenen Jungfüchse sind bereits schon allein auf der Jagd, lassen sich aber noch leicht überlisten. Gerade auf frisch gemähten Wiesen bieten sich gute Möglichkeiten, zum Erfolg zu kommen. Die Mauspfeife nicht vergessen! Überall dort, wo jetzt Waschbären und Nilgänse als invasive Art bejagt werden dürfen, sollte man mit Büchse, Falle und Flinte aktiv werden.

 

Während beim Dachs und Marder die Ranz beginnt wachsen Fasan- und Rebhuhnküken bereits auf. Wo es jetzt an Insekten und dementsprechend an tierischem Eiweiß mangelt, haben es die Küken schwer. Wir Jäger haben hoffentlich rechtzeitig gemeinsam mit den Landwirten für ausreichend Blühstreifen gesorgt und bieten dadurch einen - wenn auch kleinen - Beitrag zum Artenschutz.

 

Dort wo der Weizen noch in der Milchreife steht, gehen die Sauen massiv zu Schaden. Mit genügend Sorgfalt bietet das Getreide jedoch spannende Pirschmöglichkeiten oder vielversprechende Ansitze am Wechsel. Führende Bachen sind oft sehr schlecht als solche zu erkennen und im Zweifel muss der Finger geradebleiben. Schon bald beginnt die Blattzeit. Höchste Zeit, Pirschsteige und Stände vorzubereiten. Wer den Blatter im August nutzen möchte, übt zu Hause verschiedene Fieptöne und auch das Eifersuchtsgeschrei. Für den Einsatz im Revier ist es aber noch viel zu früh. Wer bis jetzt kaum die Büchse genutzt hat, dem ist geboten, den Schießstand zu besuchen! Die Hitze, aber vor allem die Trockenheit, stellt viele Wildarten vor große Probleme. Überall wo nötig und möglich, versorge ich unser Wild mit Wasser. An den Schöpfstellen herrscht selbstverständlich Jagdruhe. Angelegte und natürliche Suhlen sind jetzt die begehrtesten Plätze.